
Töpfelhaus
1140
%2520Andreas%2520Zeese.jpeg&w=2560&q=80)
Andrea%2520Zeese.jpeg&w=2560&q=80)


© Andreas Zeese
Das dreigeschossige Siedlungshaus aus der Zwischenkriegszeit liegt zwischen Schlosspark und Pfarrkirche Hetzendorf. Es wurde nach der Errichtung 1930/31 in mehreren Etappen adaptiert und 2025/26 vom Architektenpaar Andreas Zeese & Anne Schmitt für die eigene Familie umgebaut. Hierbei wurden unter Einbeziehung und Freilegung historischer Schichten neue Raum- und Funktionsbezüge hergestellt und Perspektiven geschaffen.
Entdecke im historischen Umfeld des barocken Schlosses und der Hetzendorfer Pfarrkirche ein kürzlich adaptiertes Siedlungshaus von 1930/31. Es wurde vom Architektenpaar unter Berücksichtigung der vorhandenen ökonomischen Mittel und unter Wahrung historischer Elemente für die eigene familiäre Nutzung umgestaltet.
Im Zentrum der Sanierung des 95-jährigen Siedlungshauses und der Umnutzung für eine junge Familie stand neben der Kostenfrage die Frage nach der Bewahrung des Altbestands sowie eines Ausgleichs zwischen angemessener, respektvoller Sanierung und Neuinszenierung des Gebäudes. Das gepflegte Bestandshaus mit dicht bewachsenem Garten inmitten einer Siedlung aus der Zwischenkriegszeit, in grüner, ruhiger und doch zentrumsnaher Umgebung mit drei schönen Spielplätze in der Nähe war eine gute Basis für einen Umbau. Angesichts des begrenzten Budgets und in Würdigung historischer Schichten, konzentrierte sich dieser auf drei Aspekte. Erstens, die räumliche Öffnung durch Zusammenlegung kleinerer Einheiten, die Freilegung der Dachkonstruktion und den Einbau zusätzliche Fenster. Zweitens, die Bewahrung und Wiederverwendung vorhandener Elemente wie Türen, Fenster, Treppe, Wandoberflächen und Bodenbeläge. Drittens, die thermische Optimierung durch Dämmung des Dachs und Einbau einer Fußbodenheizung. Durch diese Maßnahmen erhielt das Haus neue Raumzusammenhänge. Die Relikte der ursprünglichen Einteilung (anfangs zwei getrennte Wohneinheiten) wurden dabei minimiert. Der ehemals abgeschlossene Treppenraum fungiert nun nicht mehr als reine Erschließungsfläche, sondern wirkt als offene Raumskulptur, die den freien Grundriss des Erdgeschosses, die Kinderzimmer des Obergeschosses und das loftartig geöffnete Dachgeschoss miteinander verbindet. Trotz des für Wien typischen Hochparterres wird der Garten durch bodentiefe Fenster visuell ins Erdgeschoss integriert. Vorhandene Bäume bilden die Bezugspunkte dieser grünen Sichtachsen. Auch im Innern zeigen sich neue Perspektiven. Hier öffnen Farbfenster – wie Wandbilder wirkend - den Blick auf die historischen Oberflächen. Eine neue Gaupe macht den Umbau zudem von außen ablesbar. Sie bildet einen zeitgenössischen Bezugspunkt in der auf das Haus zulaufenden Gasse und öffnet von innen den Blick auf die Hetzendorfer Pfarrkirche. Text: OPEN HOUSE WIEN, Andreas Zeese © Fotos: Andreas Zeese Akteur:innen: Architektur - Otto Felix Schoszberger, Umbau: Andreas Zeese_Architektur, Anne Schmitt, Bauherrschaft - Anne Schmitt, Andreas Zeese, Ingenieurkonsulent:innen - Axis Ingenieurleistungen
Diese Website speichert Ihre Auswahl lokal im Browser. Optionale Dienste bleiben bis zu Ihrer Entscheidung ausgeschaltet. Einzelheiten finden Sie unter „Einstellungen“ und in unserer Datenschutzerklärung.