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Mauerseglerei
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© Christoph Panzer
Das rund 300 Jahre alte, denkmalgeschützte Töpfelhaus wurde mit viel Feingefühl nachhaltig saniert. Durch Erdwärme, Photovoltaik und behutsame Eingriffe in die historische Bausubstanz verbindet das Gebäude heute Denkmalschutz, Klimaschutz und zeitgemäße Nutzungen auf vorbildliche Weise.
Der Rundgang führt durch eines der ältesten Wohnhäuser der Umgebung und gibt Einblicke in die schrittweise Transformation des Gebäudes. Zu entdecken sind die barocke Bausubstanz, der ausgebaute Dachraum sowie die unterschiedlichen Wohn-, Arbeits- und Seminarnutzungen.
Das denkmalgeschützte Töpfelhaus in der Penzinger Straße zählt zu den ältesten Wohnhäusern des Bezirks. Seine barocke Fassade stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, die Grundmauern reichen sogar bis ins 15. Jahrhundert zurück. Nach dem Erwerb im Jahr 2007 wurde das Gebäude schrittweise saniert und für neue Nutzungen geöffnet. Ziel des Projekts war es, den historischen Charakter des Hauses zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Räume zu schaffen. Neben fünf Wohneinheiten entstanden Seminar- und Büroräume sowie weitere Nutzungsmöglichkeiten. Auch der bislang ungenutzte Dachboden wurde ausgebaut, ohne den historischen Dachstuhl zu verändern. Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung war die Umstellung der Energieversorgung. Im Garten wurden 14 Tiefensonden mit einer Tiefe von bis zu 120 Metern errichtet, um die Beheizung des Gebäudes mithilfe einer Wärmepumpe zu ermöglichen. Ergänzt wurde das System durch eine dachintegrierte Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, die einen großen Teil des Strombedarfs deckt. Besondere Aufmerksamkeit galt der thermischen Sanierung. Während die straßenseitige Fassade und die historischen Fenster erhalten blieben, konnten an der Gebäuderückseite und im Dachbereich Dämmmaßnahmen umgesetzt und der Heizwärmebedarf dadurch deutlich reduziert werden. Das Töpfelhaus veranschaulicht, wie historische Gebäude durch sensible Eingriffe und technische Innovation langfristig erhalten und an neue Anforderungen angepasst werden können. Text: OPEN HOUSE WIEN, Quelle: wohnfonds_wien & Chamäleon + Goldfisch © Fotos: Christoph Panzer Weitere Akteur:innen: Bauphysik - Burian & Kram Bauphysik GmbH, Gebäudetechnik - Karl Sonderhog GmbH/Payerhofer GmbH, Riepl-Installation - Elektroanlagen GmbH, Sanierungsunternehmen - Chamäleon + Goldfisch ZT GmbH
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