
Töpfelhaus
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© B.R.O.T. Kalksburg
B.R.O.T. Kalksburg zählt zu den Pionierprojekten des gemeinschaftlichen Wohnens in Österreich. Die Wohnanlage verbindet private Rückzugsorte mit gemeinschaftlich genutzten Räumen und großzügigen Freiflächen. Seit 20 Jahren zeigt sie, wie Architektur soziale Begegnung fördern und Nachbarschaft aktiv gestalten kann.
Der Rundgang führt durch eines der baulich und organisatorisch interessantesten gemeinschaftlichen Wohnprojekte Österreichs. Zu sehen sind unter anderem die denkmalgeschützte Silberkammer, gemeinschaftlich gepflegte Gärten und Freiräume sowie ausgewählte Gemeinschaftsbereiche, wie der Pavillon, ein Gebäude aus der Wiener Weltausstellung 1873. Die Anreise über den Promenadeweg stimmt bereits auf die grüne Atmosphäre des Wohnprojekts ein.
Im Rahmen der Kooperation mit der „Initiative Gemeinsam Bauen & Wohnen“ kann dieses gemeinschaftliche Wohnprojekt auch über die Architektur hinaus erlebt werden. In ausführlichen Führungen und Gesprächen wird das Zusammenspiel von Gebäude und partizipativem, sozialen Zusammenleben erfahrbar gemacht. B.R.O.T. Kalksburg gehört zu den wegweisenden Projekten des gemeinschaftlichen Wohnens in Österreich. Ab dem Jahr 2006 entstand hier eine Wohnform, die bis heute als Vorbild für zahlreiche weitere Baugruppen und Gemeinschaftswohnprojekte dient. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Architektur nicht nur Wohnraum schafft, sondern auch das soziale Miteinander fördern kann. Die Wohnanlage verbindet individuelle Wohnungen mit einem vielfältigen Angebot an gemeinschaftlich genutzten Räumen und Freiflächen. Gemeinschaftsküche, Veranstaltungs- und Mehrzweckräume, Werkstätten, Gärten und Spielbereiche ergänzen die privaten Wohnbereiche und schaffen Orte für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Die Architektur schafft dabei eine ausgewogene Balance zwischen Rückzug und Gemeinschaft und ermöglicht unterschiedliche Formen des Zusammenlebens über Generationen hinweg. Besonders spannend ist, dass sich das Projekt nicht als abgeschlossenes Konzept versteht. Gemeinschaft entsteht hier nicht allein durch die Architektur, sondern vor allem durch die aktive Mitgestaltung der Bewohner:innen. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Veranstaltungen organisiert und Freiräume gemeinschaftlich genutzt und gepflegt. Dadurch entwickelt sich die Anlage kontinuierlich weiter und passt sich den Bedürfnissen ihrer Bewohner:innen an. Im Rahmen von OPEN HOUSE WIEN bietet sich die seltene Gelegenheit, ein Wohnprojekt kennenzulernen, das seit Jahrzehnten erfolgreich zeigt, wie Architektur soziale Beziehungen unterstützen kann. Der Rundgang vermittelt Einblicke in die räumliche Organisation der Anlage und macht erfahrbar, wie eng architektonische Gestaltung und gemeinschaftliches Leben miteinander verbunden sind. Text: OPEN HOUSE WIEN, Erich Kolenaty, Quellen: B.R.O.T. Kalksburg, IniGBW, © Fotos: B.R.O.T. Kalksburg /Markus Volpert. Weitere Akteur:innen: Bauträger:innen, Bauherrschaft - Gemeinschaft B.R.O.T. Kalksburg (Verein)
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