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Bogenhalle und ehem. Getreidespeicher – Zukunftsanker

Bogenhalle und ehem. Getreidespeicher – Zukunftsanker

Aut Kft Z06286 Ankerbrotfabrik Silo Stiegenaufgang Favoriten Wien Filmgut(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06344 Elevator Silo Amkerbrotfabrik Favoriten Wien(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06356 Ankerbrotfabrik Silo Favoriten Wien Filmgut(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06427 Ankerbrotfabrik Favoriten Wien(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06330 Ankerbrotfabrik Von Oben Favoriten Wien(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06384 Ankerbrotfabrik Expedithalle Favoriten Wien(c)filmgut Thomas Zeller
Aut Kft Z06419 Ankerbrotfabrik Expedithalle Favoriten Wien Filmgut(c)filmgut Thomas Zeller

Sowohl die Bogenhalle, die als Auslieferungslager diente, als auch der Getreidespeicher sind architektonische Meisterwerke, die seit dem Frühjahr 2024 leer stehen und mit dem Zunkunftsanker neu entwickelt werden.

Das Open House Wien Erlebnis

Bitte beachte: Du entscheidest beim Ankommen, ob du die 13 Geschosse im Getreidespeicher zu Fuß hinaufkletterst (kein Aufzug!!!) und dafür eine atemberaubende Aussicht genießt oder ob du nur das ehem. Fabriksareal inkl. der 100 Jahre alten beeindruckenden Bogenhalle mit einer Spannweite von 50 Metern erkundest.

Beschreibung

„Nach ihrer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft plante die Ankerbrotfabrik im Winter 1923/24 den Bau einer weiteren Verladehalle für die Weißbäckerei von rund 50 Metern Spannweite und 82 Metern Länge (zirka 4.100 Quadratmeter), in der etwa 300 Fuhrwerke täglich mit Brot beladen werden sollten. Die Halle wurde als Eisenbetonkonstruktion mit Eisenzugbändern entworfen. Dazu kam, dass sich die Unternehmensführung trotz der Kapitalknappheit nach dem Ersten Weltkrieg bei einem Zinsfuß von 20 bis 25 Prozent zu einer raschen Bauführung veranlasst sah, wie sie am besten in Eisenbeton durchzuführen war.“ (Rapp/Kristan 2021, 137–138) Lange Zeit wurde die Bogenhalle, dieses konstruktive Meisterwerk, als Auslieferungshalle für Anker verwendet, seit dem Frühjahr 2024 steht sie leer. 1930 verfügte Anker über eine eigene Mühle und die zugehörigen Getreidesilos. Der 1926/1927 errichtete Getreidespeicher besteht aus dreißig Stahlbeton-Silozellen, in denen die unterschiedlichen Getreidesorten gespeichert wurden. Er hat eine Höhe von 44 Metern und wurde im Stil der Heimatschutzbewegung errichtet. Dieses Stahlbetongebäude erzielt durch seine fensterlosen, hochaufragenden Fronten eine monumentale Wirkung. Vom Speicher wurde das Getreide über die Straße zur Mühle transportiert, dort gereinigt und gemahlen. Die Heimatschutzarchitektur ist eine architektonische Bewegung der Jahre 1900 bis nach 1945, die sich als Reaktion auf Historismus und Moderne entwickelte. Sie betont besonders die regionale Tradition des Bauens. Auch aus diesem Grund wurden Stil und Bewegung durch die Nationalsozialisten vereinnahmt. Der Heimatschutzstil wurde vor allem im Siedlungs-, Haus- und Villenbau, in der Gartenkunst und im Kirchenbau angewandt. Ein Beispiel für einen Industriebau, wie hier der Getreidespeicher der Ankerbrotfabrik, ist eher die Ausnahme und ungewöhnlich. Seit dem Frühjahr 2024, als die Firma Anker ihre Produktion nach Niederösterreich verlagert hat, steht auch das Getreidesilo leer. In Zukunft werden sowohl die Bogenhalle als auch der Getreidespeicher zentral für die Entwicklung am “Zukunftsanker” sein. Text: Claudia Nutz, OPEN HOUSE WIEN, © Fotos: Filmgut Thomas Zeller Weitere Akteur:innen: Bauherr:in - Allora Immobilien, Generalunternehmen - Wayss & Freytag und Meinong

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