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Funkhaus Wien

Funkhaus Wien

10a Funkhaus Wien (c) Laura Isselhorst
Funkhaus 3 Laura Isselhorst
Funkhaus©lea Sonderegger 3288
Funkhaus©lea Sonderegger 3090
Funkhaus©lea Sonderegger 2854
Fo Orf Funkhaus02(c)dieter Henkel

Das Funkhaus Wien prägte über Jahrzehnte die österreichische Rundfunkgeschichte. Heute öffnet sich der denkmalgeschützte Gebäudekomplex Schritt für Schritt einer neuen Nutzung. Zwischen historischen Sendesälen, Studios und zeitgemäßen Konzepten wird sichtbar, wie sich ein bedeutendes Baudenkmal behutsam für die Zukunft weiterentwickelt.

Das Open House Wien Erlebnis

Der Rundgang führt durch die vielfältigen Zeitschichten des Funkhauses: von der beeindruckenden Eingangshalle über die ehemalige Kantine, den Wintergarten mit Blick in den Theresianum-Garten, durch das ikonische Stiegenhaus und ehemalige Aufnahmestudios bis in die Direktionskanzlei. Ein Haus im Wandel wird erlebbar. Im Anschluss an die Kurzführungen durch unsere Volunteers besteht die Möglichkeit, an einer weiteren 20-minütigen Führung durch die Artist Studios von NeverAtHome teilzunehmen. Dabei erhaltet ihr Einblicke in die Arbeitsräume der im Funkhaus tätigen Künstler:innen.

Beschreibung

Das Funkhaus Wien zählt zu den bedeutendsten Medienbauten Österreichs. Errichtet zwischen 1935 und 1939 nach Plänen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger unter Mitwirkung von Clemens Holzmeister, war es über Jahrzehnte das Zentrum des österreichischen Rundfunks. Seine Architektur wurde gezielt für die Anforderungen eines damals neuen Mediums entwickelt: flexible Grundrisse, technisch hoch ausgestattete Studios und akustisch optimierte Sendesäle schufen ein Gebäude, das sich immer wieder an neue Entwicklungen anpassen konnte. Heute befindet sich das denkmalgeschützte Ensemble in einer neuen Phase seiner Geschichte. Nach dem Auszug großer Teile des ORF wird das Funkhaus schrittweise zu einem offenen Ort für Kultur, Kreativwirtschaft, Gastronomie und öffentliche Nutzung weiterentwickelt. Dabei steht nicht der Umbau der historischen Architektur im Vordergrund, sondern ihre behutsame Weiterentwicklung. Die bestehende Bausubstanz bleibt erhalten und wird durch neue Nutzungen aktiviert – ganz im Sinne der ursprünglichen Idee eines wandelbaren Hauses. In der Übergangsphase befindet sich ein großer Teil des Hauses in der Zwischennutzung durch NeverAtHome, einer nomadischen, unabhängigen Initiative mit Sitz in Wien, die leerstehende und architektonisch bedeutende Gebäude für künstlerische und kulturelle Zwecke erschließt. Seit 2021 entwickelt die Initiative ihr Programm im direkten Dialog mit der Geschichte und dem städtebaulichen Kontext des jeweiligen Standorts. Im Funkhaus betreibt NeverAtHome 60 Ateliers für mehr als 80 lokale Künstler:innen sowie ein Programm aus Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen. Zudem beherbergt die Initiative ein internationales Residency-Programm für Künstler:innen, Kurator:innen und Musiker:innen aus ganz Europa. Im Rahmen von OPEN HOUSE WIEN bietet sich die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die denkmalgeschützte Fassade des Funkhauses zu werfen und das Gebäude in einer spannenden Übergangsphase zu erleben. Historische Studios und gemeinschaftlich genutzte Bereiche erzählen von der Geschichte des Rundfunks und geben zugleich einen Ausblick auf die Zukunft des Hauses. So wird das Funkhaus als lebendiger Ort erfahrbar, an dem Vergangenheit und neue Ideen aufeinandertreffen und ein bedeutendes Stück Wiener Architekturgeschichte weitergeschrieben wird. Text: OPEN HOUSE WIEN, Quellen: Funkhaus Wien, ORF, BWM, Never At Home © Fotos: Laura Isselhorst, Dieter Henkel, Lea Sonderegger Akteur:innen: Architektur - Heinrich Schmid, Hermann Aichinger, Clemens Holzmeister, Umbau - BWM Designers & Architects, Landschaftsarchitektur - Lindle+Bukor

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