
Töpfelhaus
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© Oto Palán
Direkt hinter der Wiener Karlskirche liegt mit dem Kreuzherrenhof ein verborgenes Stück Ordens- und Stadtgeschichte. Der palaisartige Bau von Karl und Julius Mayreder verbindet neobarocke Architektur mit der jahrhundertelangen Geschichte des Kreuzherrenordens mit dem roten Stern. Ein Ort zwischen Kloster, Pfarrhaus und gelebter Tradition.
Der Rundgang führt durch das Provinzialatshaus des Kreuzherrenordens und gibt Einblicke in einen sonst nicht öffentlich zugänglichen Ort. Zu entdecken sind historische Räume des Klosters, die Verbindung zur Karlskirche sowie die Geschichte eines Ordens, der seit dem 18. Jahrhundert an diesem Standort verwurzelt ist.
Der Kreuzherrenhof ist ein imposanter, palaisartiger Bau unmittelbar hinter der Wiener Karlskirche. Er befindet sich im Besitz des Kreuzherrenordens mit dem roten Stern, eines römisch-katholischen Männerordens mit Hauptsitz an der Prager Karlsbrücke. Gegründet wurde der Orden im 13. Jahrhundert von der Hl. Agnes von Böhmen. Der heutige Kreuzherrenhof wurde 1897-1898 von den Architekten Karl und Julius Mayreder im neobarocken Stil errichtet. Dem früher am Stock-im-Eisen-Platz gelegenen Lazansky-Haus nachempfunden, ersetzte der heutige Bau die in den 1730er Jahren von Anton Erhard Martinelli erbaute Kreuzherren-Kommende, in der auf ausdrücklichen Wunsch von Karlskirchen-Stifter Kaiser Karl VI. auch ein Hospital zur Pflege von Armen und Kranken eingerichtet worden war. Seit jeher Hauptsitz des Ordens in Österreich, diente der Standort nach der Erhebung der Karlskirche zur Pfarre 1783 ebenfalls als Pfarrhaus der Karlskirche, die Karl VI. 1733 den Kreuzherren zur immerwährenden Betreuung übertrug. Den mittleren Teil des Gebäudes nimmt das Kreuzherrenkloster ein, in dem auch die Büro- und Gemeinderäumlichkeiten der Karlskirche untergebracht sind. Text: Kreuzherrenorden mit dem roten Stern, OPEN HOUSE WIEN, © Fotos: Kreuzherrenorden, Oto Palán; Erwin Hayden-Hohmann
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