
Töpfelhaus
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© Hertha Hurnaus
Am südlichsten Grundstück des ehemaligen Nordbahnhof-Areals befindet sich die vom Architekturbüro querkraft realisierte Wohnanlage „NB1“. Die Anlage dient als Tor zum Freiraum „Freie Mitte“, integriert deren „urbane Terrassen“ und führt diese über die begrünte Sockellandschaft über mehrere Stockwerke fort.
Beim Rundgang lässt sich erleben, wie das Gebäude über mehrere begrünte Terrassen mit der Landschaft verschmilzt. Zu entdecken gibt es die vielseitigen Gemeinschaftsräume von Urban Gardening und Bewegungsraum, bis hin zur gemeinschaftlichen Waschküche.
Das Besondere an diesem Projekt ist die bewusste Verschmelzung von Architektur und Landschaft sowie die enge Verzahnung von Wohnraum und Gewerbeflächen, die ein nachhaltiges soziales Miteinander im Grätzl fördern soll. Das optische und funktionale Fundament der Anlage bildet ein begrünter Sockel, der sich wie ein grünes Band über Terrassen stufenweise bis in das fünfte Obergeschoß hinaufwindet. Auf diesem Sockel ruhen drei markante Baukörper mit Höhen von 30 und 35 Metern. Durch diese horizontale Schichtung wirkt das große Bauvolumen harmonisch gegliedert. Die Fassaden selbst sind von luftigen Loggien und Balkonen geprägt, die mit großzügigen Pflanztrögen ausgestattet sind und so eine vertikale Begrünung direkt an den Wohnungen ermöglichen. Die nach oben verlaufende Terrassenlandschaft wird gemeinschaftlich genutzt. Wohngemeinschaften, Büros und Maisonettewohnungen orientieren sich direkt zu diesen Freiflächen hin. Ergänzt wird das Angebot durch vielseitige Gemeinschaftseinrichtungen wie einer Küche, einer Waschküche, einem Bewegungsraum sowie Zonen für Urban Gardening und einem Kinderspielplatz. Im Erdgeschoß sorgen transparente Hauseingänge und zur Straße orientierte Handelsflächen für eine offene Atmosphäre. Lokale Initiativen wie eine Suppenbar, ein Reparaturcafé der Volkshilfe sowie eine Produktionsschule mit eigenem Werkgarten beleben den Durchgang zur „Freien Mitte“. Auch ökologisch leistet das Gebäude einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima: Ein kaum versiegeltes Erdgeschoß, intensive Fassadenbegrünung, große Erdkoffer für Stauden und Bäume auf der Dachterrasse sowie eine Blumenwiese auf dem Dach wirken sommerlicher Überhitzung entgegen. Text: OPEN HOUSE WIEN, Quelle: querkraft, © Fotos: Hertha Hurnaus Weitere Akteur:innen: Landschaftsarchitektur - yewo landscapes, Gebäudetechnik - IDK engineering, Bauphysik - kern+ingenieure, Tragwerkplanung - DSP, Bauherr:in - migra und wogem Architektur-Auszeichnungen: Nominierung Piranesi Award 2025, Klimaaktiv Gebäudestandart Bronze 2022
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